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Zuschüsse/Förderungen
Sonnenwärme sucht Investoren
Solarthermische Großanlagen sorgen für Nachhaltigkeit
Eine Energieversorgung im Einklang mit der Natur, wer möchte das nicht? Immer häufiger wird der Wunsch nach nachhaltigen Systemen geäußert. Noch vor wenigen Jahren war der Begriff „Nachhaltigkeit“ kaum bekannt, heute ist er ein wesentliches Kriterium bei Investitionen. Was Zukunftsforscher schon lange vorausgesagt haben, ist Realität geworden: Die Kriege und Machtkämpfe um Öl und Gas nehmen zu und werden immer bedrohlicher. Vor dem Hintergrund, dass die Ressourcen immer knapper werden, gewinnen solarthermische Großanlagen weiter an Attraktivität.
In der Vergangenheit standen diese Wärmesysteme im Schatten der Photovoltaikanlagen. Mit der Reduzierung der Einspeisevergütungen jedoch werden solarthermische Großanlagen, XL-Solaranlagen genannt, für Investoren und Unternehmer gleichermaßen interessant. Mit Energiepreisen von vier Cent für die Kilowattstunde Sonnenwärme und einem satten Return on Investment sind sie außerordentlich attraktiv.
Speziell für die Anforderungen großer Projekte im Wohnungsbau, aber auch zur Erzeugung von Prozesswärme für Gewerbe und Industrie hat die Paradigma Deutschland GmbH das Solarwärmesystem XL Solar entwickelt. Dieses System wird als AquaSystem betrieben. Dabei wird das bisher verwendete Frostschutzgemisch (Glykol) durch Wasser ersetzt. Zusätzlich ist die Anlage mit einer intelligenten Frostschutzsicherung ausgestattet. Die Vorteile des AquaSystems liegen auf der Hand: Neben der einfachen, direkten Anbindung an das hauseigene Wärmenetz kann das System auf teure Aggregate wie Wärmetauscher, Entlüfter, Pumpen und je nach Anwendung auch auf Pufferspeicher verzichten. Wasser verhält sich im Gegensatz zu Glykol auch bei hohen Temperaturen völlig unproblematisch. Als Naturprodukt kann Wasser zu Dampf werden und nach Abkühlung wieder kondensieren – es bleibt immer Wasser. Beim bisher verwendeten Wärmeträger Glykol hingegen führen Stagnationssituationen, also Stillstände mit Temperaturen über 180°C, zur Zerstörung des Wärmeträgermediums. Es „crackt“ und bildet teerartige Sedimente und Gase, die den Transport der Wärme behindern und im schlimmsten Fall die Rohrleitungen verstopfen. So war es für Paradigma nur logisch, Wasser als Wärmeträger zu verwenden und den Frostschutz mit einer intelligent Regelung zu lösen. Das Ergebnis dieser Entwicklung bringt höhere Solarerträge und ist auch in der Installation einfacher und damit preiswerter.
Das Aqua-Solarsystem von Paradigma wurde bisher mehr als 40.000 mal installiert und hat sich in der Praxis bestens bewährt. Für den Hersteller war das ein Grund mehr, diese Technik auch bei großen Anlagen anzuwenden. Seit 2006 sind zahlreiche XL Solaranlagen installiert worden, beispielsweise eine 1.330 m² große Kollektorfläche beim Unternehmen Festo in Berkheim bei Esslingen und ein 1.050 m² großes Kollektorfeld im Einkaufszentrum der Metro AG in Istanbul. In beiden Fällen wird die Sonne sowohl zum Heizen im Winter benutzt als auch zum Kühlen im Sommer. Die thermischen Solaranlagen von Paradigma versorgen mittlerweile unter anderem die Waschanlage der New Yorker U-Bahn sowie zahlreiche Hotels, Krankenhäuser, Sporthallen, Großküchen und andere große Gebäude auf der ganzen Welt mit warmem Wasser für die Heizung sowie für Küchen und Bäder. Einsatzmöglichkeiten sind überall dort gegeben, wo große Mengen warmes Wasser oder Temperaturen bis maximal 130 Grad Celsius benötigt werden. Die größte derartige Solaranlage wird derzeit auf dem Dach der Messe im österreichischen Wels installiert – mit 3.350 m² Kollektorfläche.
Doch was macht den besonderen Charme einer XL Anlage für Investoren, Unternehmer und Wohnungsbauunternehmen aus? Neben relativ kurzen Amortisationszeiten zwischen sechs und zwölf Jahren ist der herausragende Vorteil einer solarthermischen Großanlage, dass ab dem Tag der Amortisation viele weitere Jahre kostenloser Sonnenwärme folgen. Kein anderes Wärmesystem, selbst nicht die innovative Brennstoffzelle, amortisiert sich tatsächlich. Bei allen anderen Systemen muss bis zum Ende der Nutzung Energie zugeführt werden – bei stetig steigenden Energiepreisen. Unter diesem Gesichtspunkt sind XL Solaranlagen komplett nachhaltige Systeme.
Die Anforderungen bei Prozesswärme sind jedoch sehr unterschiedlich. Obwohl der Begriff nicht eindeutig definiert ist, versteht man gemeinhin unter Prozesswärme die für gewerbliche oder industrielle Prozesse notwendige Wärme. Die Spanne der erforderlichen Temperaturen liegt in der Regel zwischen 60° C und 100° C, in wenigen Fällen bis 130° C. Ein weiterer Vorteil des AquaSolarsystems: Bei einer kontinuierlichen Wärmeabnahme wie beispielsweise in Schwimmbädern oder Saunen kann auf Pufferspeicher verzichtet werden. Die Sonnenwärme wird dann direkt ins Heizungssystem eingespeist.
Für Anwendungen im Temperaturbereich oberhalb von 60° C sind in unseren geographischen Breiten nur noch Solaranlagen mit Vakuum-Röhrenkollektoren sinnvoll und effizient. Sie bringen auch dann noch gute Leistungen, wenn die Sonne einmal nicht scheint, also bei schlechteren Strahlungsverhältnissen. Dazu verwendet Paradigma CPC-Vakuum-Röhrenkollektoren, die im eigenen Werk in Dettenhausen bei Tübingen, produziert werden.
Für den Wohnungsbau hat die Politik bereits die Maßstäbe mit dem EEwärmeG (Erneuerbare- Energien-Wärmegesetz) gesetzt, das nur für Neubauten gilt. Seit dem 1. Januar 2009 wird bei neuen Gebäuden die Verwendung von mindestens 15 Prozent regenerativer Energien vorgeschrieben. Das EwärmeG (Erneuerbare-Wärmegesetz), das sich auf Altbauten bezieht, gilt zunächst nur in Baden-Württemberg. Es greift, wenn der Heizkessel ausgetauscht wird und schreibt vor, dass dann zehn Prozent regenerative Energien verwendet werden. Dabei ist die Sonnenenergie die „Anker-Technologie“. Dies bedeutet, dass zuerst die Möglichkeiten zur Verwendung von Sonnenwärme geprüft werden müssen. Ist dies nicht möglich, können ersatzweise etwa besondere Dämm-Maßnahmen am Gebäude realisiert werden.
Das Gesetzt hat dazu geführt, dass bei Mehrfamilien-Wohnhäusern immer öfters eine XL Solaranlage wie das System von Paradigma zum Einsatz kommt, weil dies oft die preiswerteste Möglichkeit ist, die Gesetzesvorgaben zu erfüllen. Ein weiterer Grund ist, dass gerade bei der Vermarktung von Häusern oder Wohnungen eine Solaranlage ein besonders hohes Marketing-Potential hat. Dabei spielt natürlich auch der seit einigen Jahren notwendige Energieausweis eine große Rolle. Er ist mittlerweile zu einem Instrument geworden, das sich je nach Energiedaten positiv oder negativ auf den Verkauf oder die Vermietung der Immobilie auswirkt. Die Nebenkosten sind mittlerweile eine Art „zweiter Miete“. Ihre Höhe beeinflusst die Entscheidung der potenziellen Käufer oder Mieter in nicht unerheblichem Umfang. Da die Nebenkosten zu einem wesentlichen Teil von den Energiekosten für Raumwärme und warmes Wasser bestimmt werden, sorgen thermische Solaranlagen für eine deutliche Reduktion der Nebenkosten. Eine XL Solaranlage auf dem Dach signalisiert schon von weitem, dass hier etwas für verbrauchsgünstige Wärmeenergie getan wurde.
Die schon erwähnten schnellen Amortisationszeiten bei solaren Prozesswärmeanlagen sind auch deshalb möglich, weil die Anlangen kräftig gefördert werden. So gewährt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bei XL Solaranlagen mit mehr als 40 m² Kollektorfläche ein Tilgungszuschuss von 30 Prozent für die Gesamtinvestition. Als Gesamtinvestition gelten dabei alle Kosten, die zur Errichtung erforderlich sind. Obwohl manche Förderung derzeit in der Diskussion ist, stehen diese Zuschüssen nicht auf dem Prüfstand der Bundesregierung. Die Mitteil hierfür kommen aus der Kasse der Europäischen Union und stehen somit nicht unter bundesdeutschen Haushaltsvorbehalten. Brandneu ist eine Förderungsmöglichkeit der EU, die speziell auf solare Prozesswärme-Anwendungen ausgerichtet ist. Dabei werden sogar bis zu 50 Prozent der Investitionen bezuschusst. Damit soll die solare Wärmeenergienutzung in Industrie und Gewerbe angeschoben werden. Genauere Informationen dazu und zu allen anderen Punkten dieses Berichts können per E-Mail bei vz-suedwest@paradigma.de angefordert werden.
Schnelle Amortisationszeiten, die Unabhängigkeit von den endlichen Ressourcen und der Aspekt der Nachhaltigkeit machen XL Solaranlagen zum Wärmesystem der Wahl – für Wohnungen ebenso wie für Gewerbe- und Industriebauten.